Marketing

Blog starten: Einen Blognamen finden, der auch als Domain noch frei ist

Drei Silben, ein Klang, fertig? So einfach ist Blognamen finden selten. Ein spontan gewählter Name kann jahrelang halten, er kann aber genauso gut nach vier Wochen wieder verschwinden, weil ausgerechnet die passende Domain zu diesem Zeitpunkt schon an jemand anderen vergeben war. Blognamen finden bedeutet deshalb mehr als kurzes Nachdenken über einen hübschen Titel. Der Name muss merkbar sein, sich als Domain eintragen lassen und darf keine fremden Markenrechte verletzen. Wer diese drei Punkte von Anfang an mitdenkt, erspart sich einen späten Namenswechsel samt Verlust aller bisherigen Links und Abonnenten.

Der folgende Ratgeber zeigt, welche Kriterien einen guten Blognamen ausmachen. Er zeigt außerdem, mit welchen Methoden sich Ideen entwickeln lassen und wie sich der Wunschname auf Markenkonflikte und Domainverfügbarkeit prüfen lässt.

Das Wichtigste im Überblick

  • Ein guter Blogname ist kurz, leicht zu merken und fehlerfrei nachzusprechen.
  • Domain und Blogname sollten von Beginn an identisch sein, sonst entstehen später doppelte Adressen.
  • Eine Markenrecherche beim DPMA und eine einfache Google-Suche verhindern teure Abmahnungen.
  • Ein zu enger Themenname bremst das Blog, sobald es sich später erweitert.
  • Wenn die Wunschdomain belegt ist, helfen ein Zusatzwort oder eine andere Endung – nie eine Schreibvariante mit Vertipper-Risiko.

Was einen guten Blognamen ausmacht

Ein Blogname trägt über Jahre. Er steht auf Visitenkarten, in E-Mail-Signaturen und in jedem Social-Media-Profil, das später dazukommt, und begleitet ein Projekt oft länger als jede einzelne Beitragsidee, die darin jemals veröffentlicht wird. Kurze Namen mit zwei bis drei Silben lassen sich gut merken. Am Telefon buchstabiert sich so ein Name fast von selbst.

Klar, einfach, merkbar. Das ist die Formel. Ein belastbarer Blogname lässt sich beim ersten Hören richtig schreiben, was Namen mit Bindestrich, Zahlen oder einer ungewöhnlichen Schreibweise praktisch von vornherein ausschließt. Jede Abweichung von der gesprochenen Form kostet später Traffic.

Wichtig ist außerdem die thematische Weite. Ein Name wie „Backrezepte-Blog-Berlin“ funktioniert nur, solange es tatsächlich nur um Backrezepte aus Berlin geht, und genau das wird zum Problem, sobald sich das Blog später inhaltlich oder geografisch weiterentwickelt. Der Name wirkt dann plötzlich falsch. Ein etwas offenerer Name gibt dem Projekt Raum. Wer sich zuerst fragt, was ist ein Blog und wie sich das Format von einer klassischen Website unterscheidet, versteht auch besser, warum der Name zum Format passen muss.

Handgeschriebene Wortliste als Brainstorming für einen Blognamen auf einem Notizblock
Namensideen entstehen oft aus handschriftlichen Wortlisten und Kombinationen.

Methoden für die Ideenfindung beim Blognamen finden

Wer beim Blognamen finden nicht sofort eine Idee hat, kann strukturiert vorgehen. Eine Liste aus fünf bis zehn Schlüsselwörtern rund um das Blogthema ist ein bewährter Startpunkt. Kein Geistesblitz nötig, nur Geduld.

Aus dieser Liste lassen sich Kombinationen bilden: zwei Wörter zusammenziehen zu einem Kunstwort, einem sogenannten Portmanteau, etwa aus „Reise“ und „Notiz“ wird „Reisiz“. Auch der eigene Vor- oder Nachname funktioniert gut, besonders bei persönlichen Blogs, in denen die Autorin oder der Autor selbst im Mittelpunkt steht und der Name gleichzeitig als persönliche Marke dient.

Ein Thesaurus hilft, wenn das naheliegende Wort schon vergeben ist. Statt „Garten“ liefert ein Synonymwörterbuch Alternativen wie „Beet“ oder „Grün“. Diese sind meist weniger stark umkämpft. Alliterationen, also zwei Wörter mit gleichem Anfangsbuchstaben, erhöhen zusätzlich den Wiedererkennungswert, etwa bei „Melanies Meerblick“.

Fremdsprachige Begriffe sind eine weitere Quelle. Auch ein bekanntes Sprichwort lässt sich humorvoll umdeuten, und sogar ein zufällig gewählter, unverbrauchter Name kann funktionieren, wenn er sich gut aussprechen lässt und über die Zeit mit dem Blog-Inhalt aufgeladen wird. Wichtiger als der perfekte Geistesblitz ist beim Blognamen finden ohnehin die Bereitschaft, mehrere Varianten durchzuspielen. Wie Fachseiten wie im Beitrag SEO für Ärzte zeigen, entscheidet oft schon der Name über die spätere Auffindbarkeit einer Seite bei Google.

Markenkonflikte frühzeitig erkennen

Ein Blogname, der zufällig mit einer eingetragenen Marke kollidiert, kann eine kostenpflichtige Abmahnung nach sich ziehen. Teuer wird es schnell. Eine kostenlose Markenrecherche beim Deutschen Patent- und Markenamt zeigt, ob der gewünschte Name bereits geschützt ist.

Eine Marke schützt Namen, Zeichen und Schriftzüge eines Unternehmens vor Verwechslung mit fremden Angeboten, und zwar unabhängig davon, ob der Blogname kommerziell gemeint ist oder rein privat bleiben soll. Wer ein Blog rein privat betreibt, ist zwar seltener betroffen. Sobald aber Werbung, Affiliate-Links oder ein Shop dazukommen, gilt der Name schnell als geschäftliche Nutzung.

Neben der Markenrecherche lohnt sich eine einfache Suche des Namens bei Google und in gängigen sozialen Netzwerken. Taucht bereits ein aktives Unternehmen mit demselben oder einem sehr ähnlichen Namen auf, sollte der Blogname noch vor dem ersten Beitrag geändert werden, denn je mehr Zeit in Design und Inhalte fließt, desto schmerzhafter wird ein späterer Wechsel. Zusätzlich zeigt eine Suche bei der europäischen Markenbehörde EUIPO, ob der Name auch außerhalb Deutschlands bereits registriert ist. Sicher ist sicher.

Hände tippen auf einer Laptop-Tastatur bei der Recherche nach einem verfügbaren Domainnamen
Vor der endgültigen Entscheidung lohnt sich der Blick auf die Domainverfügbarkeit.

Verfügbarkeit der Domain frühzeitig prüfen

Der schönste Blogname nützt wenig, wenn die passende Domain bereits vergeben ist. Domain und Blogname sollten deshalb von Anfang an identisch sein, denn jede Abweichung sorgt später für Verwirrung bei Leserinnen und Lesern, die den Namen aus dem Gedächtnis eintippen und dabei zwangsläufig die naheliegendste Schreibweise wählen.

Ein Domain Check zeigt in wenigen Sekunden, ob der Wunschname unter der gewünschten Endung noch frei ist. Diese Prüfung gehört an den Anfang. Nicht erst ans Ende, wenn Logo und Social-Media-Profile schon feststehen.

Bei der Endung gilt: Die Endung .de bleibt in Deutschland die bekannteste Wahl, während sich .com eher für international ausgerichtete Blogs eignet und .at für Projekte mit klarem Österreich-Bezug. Ist die Wunschdomain unter der bevorzugten Endung belegt, hilft ein sinnvolles Zusatzwort wie „blog“ oder „online“ weiter. Eine bewusst falsch geschriebene Variante der Wunschdomain ist dagegen keine gute Lösung, weil sie Besucher dauerhaft in die Irre führt. Nach dem Blognamen finden folgt also immer der Abgleich mit der tatsächlichen Domainverfügbarkeit.

Wie lange es dauert, bis eine neue Domain überhaupt in der Google-Suche sichtbar wird, hängt von mehreren Faktoren ab. Das Thema wird ausführlich im Artikel wie lange dauert SEO behandelt.

Blogname, Social-Media-Handles und technische Umsetzung

Ein Blogname ist erst dann wirklich nutzbar, wenn er auch als Benutzername auf den relevanten Plattformen frei ist. Ein kurzer Check auf zwei oder drei wichtigen Netzwerken verhindert einen abweichenden Handle, der zur eigentlichen Marke nicht mehr passt.

Nach der Namensfindung folgt die technische Seite. Hosting einrichten. Blogsoftware installieren. Erste Kategorien anlegen. Wer größere Dateien wie Bildpakete oder Rohmaterial für Beiträge mit anderen austauschen muss, etwa mit einer Grafikerin für das Blog-Logo, findet praktische Hinweise im Beitrag über das Thema große Dateien kostenlos versenden, auch wenn das mit der reinen Namensfindung streng genommen nichts mehr zu tun hat.

ℹ️ Hintergrund im Überblick

  • Eine Marke schützt laut Bundeszentrale für politische Bildung Namen, Schriftzüge und Zeichen eines Unternehmens vor Verwechslung.
  • Beim DPMA lassen sich Markennamen kostenlos vorab recherchieren, bevor eine Anmeldung erfolgt.
  • Eine großflächige Störung bei der Registrierungsstelle Denic zeigte in der Vergangenheit, wie zentral die .de-Domainverwaltung für deutsche Websites ist (Quelle: Tagesspiegel).
  • Kurze, bindestrichfreie Namen ohne Zahlen lassen sich beim Vorlesen fehlerfrei nachschreiben.

Wenn der Wunschname bereits vergeben ist

Nicht jeder erste Einfall führt zu einer freien Domain. Das ist normal. Wichtiger als ein perfekter erster Treffer ist eine klare Rangfolge an Alternativen, die schon vor Beginn der eigentlichen Recherche feststeht.

Sinnvoll ist eine kurze Liste mit drei bis fünf Namensvarianten, bevor die Recherche beginnt, denn so lässt sich sofort zur nächsten Option wechseln, ohne unter Zeitdruck einen schlecht durchdachten Kompromiss zu wählen. Ein Zusatzwort, eine andere Endung oder eine leicht abgewandelte Wortkombination reichen meist aus. Der ursprüngliche Charakter des Namens geht dabei nicht verloren. Gute Vorbereitung erspart hier viel Frust.

Am Ende zählt beim Blognamen finden vor allem eines: ein Name, der zum Blog passt, als Domain frei ist und rechtlich unproblematisch bleibt.

Was oft gefragt wird: Blognamen finden

Was macht einen guten Blognamen aus?
Entscheidend sind drei Eigenschaften zusammen: kurz genug für die Domain, unverwechselbar genug für die Marke und offen genug für spätere Themenerweiterungen. Fehlt eine dieser drei Eigenschaften, zeigt sich das meist erst nach Monaten, wenn eine Änderung schon aufwendig geworden ist.
Wie finde ich meinen perfekten Blog-Namen?
Der perfekte Blog-Name entsteht selten beim ersten Versuch, sondern über eine Rangliste mehrerer Kandidaten. Wer parallel drei bis fünf Varianten notiert und jede sofort gegen Domain, Marke und Social-Media-Namen prüft, spart sich mehrere Anläufe und findet schneller einen tragfähigen Namen.
Wie wählt man zwischen mehreren guten Namensideen?
Bei mehreren gleichwertigen Ideen entscheidet meist die Aussprache am Telefon oder im Gespräch. Ein Name, den eine fremde Person nach einmaligem Hören fehlerfrei nachschreiben kann, hat langfristig einen klaren Vorteil gegenüber einer kreativeren, aber schwerer merkbaren Variante.